Trotz der massiven Einschränkungen sowohl im öffentlichen Leben als auch im privaten Bereich durch die aktuellen infektionsschützenden Maßnahmen findet in Baden-Württemberg die Betreuung in Kindertagespflege im Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen auch weiterhin statt. Zum Schutz vor Ansteckung sind bestimmte Schutzmaßnahmen und Hygienekonzepte erforderlich.

Den rechtlichen Rahmen hierfür geben die allgemeine Corona-Verordnung der Landesregierung in der ab 02.11.2020 gültigen Fassung vor sowie die spezielle Verordnung über den Betrieb der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen unter Pandemiebedingungen (Corona-Verordnung Kita – CoronaVO-Kita) vom 29. Juni 2020, in der ab dem 03.11.2020 geltenden Fassung.

Der Regelbetrieb unter Einhaltung von Hygienemaßnahmen bedeutet, dass Sicherheit und Schutz der Gesundheit oberste Priorität haben. Danach können Tagespflegepersonen in ihren Tagespflegestellen im Regelbetrieb arbeiten und betreuen, wenn sie die nach den gemeinsamen Schutzhinweisen vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen einhalten und ein Hygienekonzept erstellt haben. Eine Abstandsregelung gilt nur für Erwachsene untereinander, nicht jedoch für Kinder.

Darüber hinaus hat das Landesgesundheitsamt weitere Hinweise (Stand 30.07.20202) herausgegeben, die den „Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen, in Kindertagespflegestellen und in Schulen“ sowie die „Vorgehensweise für Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen im Zusammenhang mit Coronafällen“ erläutern.

Bitte beachten Sie folgende aktuelle Vorschriften:

Für die Kindertagespflege wie auch den Kita-Betrieb ist wesentlich, dass ausschließlich gesunde Kinder ohne Anzeichen der Krankheit SARS-CoV-2 betreut werden. Häufige Symptome sind Störungen des Geruchs- und Geschmacksinns, Fieber oder Husten. Auch die Betreuungsperson muss gesund sein, ebenso die Eltern oder andere Personen, die das Kind zur Kinderbetreuung bringen, sowie sämtliche Mitglieder des Hausstandes.

Ab sofort sowie nach jedem Urlaub und auch mit Beginn des neuen Kindergarten-/Schuljahres haben Eltern eine nunmehr erweiterte schriftliche Gesundheitsbestätigung für Kinder in Tagespflege bei der betreuenden Tagespflegeperson abzugeben, die nicht nur Angaben zum Gesundheitsstatus des Kindes enthält, sondern darüber hinaus eine Erklärung zur möglichen Rückkehr aus Risikogebieten innerhalb der letzten vierzehn Tage, die die Eltern auf Verlangen der betreuenden Tagespflegeperson dieser gegenüber abgeben müssen. Damit soll festgestellt werden können, ob Kinder betreut werden dürfen oder ob ein Grund für einen Ausschluss von der Kindertagespflege nach der Corona-Verordnung Kita und der Corona-Verordnung Einreise-Quarantäne gegeben ist, wie z.B. Vorliegen von Covid-19 Krankheitssymptomen, Kontakt zu einer infizierten Person oder Aufenthalt im Risikogebiet. Die Muster-Erklärung des Kultusministeriums Ba.-Wü. enthält abschließend eine Datenschutzerklärung.

Eltern eines Kindes, das aufgrund relevanter Vorerkrankungen zu einer Risikogruppe gehört, sind dafür verantwortlich, mit dem Kinderarzt zu klären, ob der Besuch einer Tagespflegestelle für ihr Kind gesundheitlich verantwortbar ist. Die zuständige Tagespflegeperson kann eine entsprechende ärztliche Bescheinigung verlangen.

Des Weiteren habe Eltern der betreuenden Tagespflegeperson zu Beginn der Eingewöhnung den für ihr Kind vorgeschrieben Nachweis über den bestehenden Masernschutz nach Infektionsschutz-gesetz vorzulegen. Ohne einen geeigneten Nachweis darf das Betreuungsverhältnis nicht beginnen.

Das Team des Tagesmüttervereins Ulm e.V.